Was ist beim Kauf von LED zu beachten?

LED-Lampen: Neue Dimensionen

Durch den großflächigen Ersatz von Glühbirnen durch LED, Licht emittierenden Dioden, hat sich mindestens eines verändert. Die Frage, was die richtige Beleuchtung ist, wird eine zunehmend komplexere Angelegenheit. Während zur Zeiten der Glühbirne nur die Frage nach der Watt-zahl und der Fassung von Bedeutung war, stellen sich dem Nutzer heute andere Parameter, die es zu beantworten gilt. Genau diese Parameter sind für die Qualität der LED-Leuchtmittel verantwortlich.

Unterschiedliche Arten des Lichts

Der Lumen-Wert ist die physikalische Größe, in der die Leuchtstärke von LED-Lampen gemessen wird. Mit zunehmendem Lumen-Wert steigt die Helligkeit der LED Lampen. So strahlt eine LED-Leuchte mit 700 Lumen so stark wie eine Glühbirne mit 60 Watt. Dabei wird die sogenannte Farbtemperatur in Kelvin angegeben. Bei der Farbtemperatur gilt, das hohe Werte ein entsprechend kühles Licht bewirken. Die meisten Menschen wünschen sich das von der Glühbirne gewohnte und für die Augen angenehme warm-weiße Licht, das bei einer Farbtemperatur von 2700 bis 3000 Kelvin entsteht. Auch der Abstrahlwinkel ist von Bedeutung. Das Maß des Abstrahlwinkels bezeichnet den Bereich, in dem der Lichtstrahl noch mindestens die Hälfte der maximalen Lichtstärke erzielt. Die Unterschiede variieren hierbei nach den Einsatzbereichen, etwa 35 Grad für einen Spot oder 120 Grad für die Raumausleuchtung. Beim Kauf von LED sollte dies genauso Berücksichtigt werden wie der Hinweis, ob das ausgewählte LED Leuchtmittel dimmbar ist und welche Schaltgeräte dafür notwendig sind. Die Dimmbarkeit von LED ist nicht so einfach zu bewerkstelligen wie bei Halogen oder Glühbirnen.

Wie lange hält eine LED?

Die eine Seite der LED Lampen ist die Lichtbeschaffenheit, die andere die des Zeitrahmens, in der das Leuchtmittel nach dem Kauf von LED die angegebenen Parameter erfüllt. Neben dem deutlich erkennbar niedrigerem Stromverbrauch zeigt sich hier der weitere Vorteil der LED gegenüber der Glühbirne. Sie besitzt eine wesentlich höhere Lebensdauer. Ausgehend von einer durchschnittlichen Brenndauer von rund 1.000 Stunden im Jahr, geben die meisten Produzenten eine weit über der gesetzlichen Gewährleistungspflicht von zwei Jahren liegende Lebensdauer an. In der Regel werden Betriebsstunden von 10.000 bis 20.000 angegeben, es können aber sogar 40.000 Stunden sein, mit denen der Hersteller wirbt. Sollte eine LED also bereits vor der versprochenen Brenndauer nicht mehr funktionieren, kann dies an einer übermäßigen Nutzung, Transportschäden oder einem Fabrikationsfehler liegen. 

Das billigste Angebot ist meist nicht das beste

Experten warnen davor, bei sehr billigen Angeboten von LED Leuchten zuzugreifen. Nicht selten handelt es sich hierbei um Auslaufmodelle oder Restposten, die nicht mehr dem aktuellen Stand der Technologie entsprechen. Diese Lampen zeigen sich in der Energieausnutzung meist wenig effektiv, erzeugen ein schlechtes Licht und besitzen eine geringere Lebensdauer. Zudem können sehr billig produzierte Leuchten Verarbeitungsmängel aufweisen wie etwa den Einschluss von Sauerstoff in den Lötstellen, was letztlich einen Bruch verursachen kann. Dazu kommt bei Billigprodukten oftmals ein ineffizientes Wärmemanagement, das für die Lebensdauer einer LED-Lampe von hoher Bedeutung ist. So statten einige Hersteller ihre Produkte mit zusätzlichen Kühlrippen aus, die die Wärmeableitung unterstützen. Das bedeutet nun nicht, das nur sichtbare Kühlrippen ein Garant für eine hohe Lebensdauer sind, auch glatte Oberflächen können dies bewerkstelligen. 

LED ist nicht gleich LED

Gute LED-Leuchtmittel unterscheiden sich von schlechten Produkten aber auch durch die Geschwindigkeit, in der die Lampe ihre Lichtstärke verliert. Wie jedes elektrische Leuchtmittel verliert auch die LED nach einer bestimmten Zeit einen Teil ihrer Leuchtkraft. Aus diesem Grund sind die Angaben zu den Betriebsstunden beim Kauf von LED schwer zu prüfen. In den Datenblättern der jeweiligen Produkte wird die Lebensdauer auf zwei unterschiedlichen Wegen angegeben, wobei der Produzent frei wählen kann, welche der beiden Angaben er benutzt. Zum einen die Möglichkeit der prozentualen Leistung bei erreichen der maximalen Betriebsstunden und der Ausfallrate, angegeben in L70/B10, was bedeutet, das die Leuchtstärke noch 70 % beträgt und jede 10 LED bis dahin ausfallen kann. Zum anderen wählen manche Hersteller Beispielsweise die Angabe L50/B50. Hier wird sowohl die Leuchtstärke nach erreichen der maximalen Betriebsstunden halbiert wie auch die Ausfallrate auf die Hälfte angestiegen ist. Ein Blick in die Datenblätter vor dem Kauf der LED Leuchtmittel lohnt sich also auf jeden Fall. 

Der Kauf von LED-Produkten auf LED.de lohnt sich so oder so immer, da hier nur ausgewählte Produkte von namhaften Herstellern wie etwa OSRAM zum Angebot stehen.

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