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Kleiner Wegweiser durch die Welt der Lampensockel

Der Ersatz herkömmlicher Leuchtmittel durch sparsame und langlebige LED ist heute genauso einfach wie das Auswechseln einer defekten Lampe! Die führenden Hersteller berücksichtigen bei ihren Produkten die bekannten Normen, so dass die Form des Anschlusses und des Außenkolbens sowie die elektrischen Daten genau passen. „Retrofit“ heißt das optische und technische Design, das die maximale Kompatibilität zu vorhandenen Beleuchtungen garantiert.

Mit dem folgenden Ratgeber bringen wir Ordnung in die Vielfalt unterschiedlicher Fassungen und Sockel. Es gibt klare Merkmale, die die Unterscheidung leicht machen und die Sie sicher zum passenden LED-Leuchtmittel führen.

Übrigens bezeichnet der Fachmann als Sockel das Bauteil am Leuchtmittel selbst, während die Fassung ein Teil der Leuchte ist. Der Sockel des Leuchtmittels bzw. der LED-Lampe wird in die Fassung der Leuchte geschraubt, gedreht oder gesteckt. Sockel und Fassung müssen deshalb zueinander passen, mechanisch wie auch elektrisch.

Schraubsockel

Schraubfassungen für Glühlampen gibt es schon seit mehr als hundert Jahren. Im Gedenken an Thomas Edison, dem die Erfindung der Glühbirne zugeschrieben wird und der ein Patent auf den Schraubsockel anmeldete, beginnen die Bezeichnungen der Norm auch heute noch mit einem E für Edison.

Schraubsockel E27

Schraubsockel E27

Der Schraubsockel E27 ist der Klassiker unter den Schraubgewinden, sozusagen die Mutter aller Lampensockel. Seinen Namen trägt er, weil das Gewinde exakt 27 mm im Außendurchmesser misst. Im englischsprachigen Raum wird er auch E26 oder MES genannt, die Abkürzung steht für (Medium) Edison Screw.

E27-Gewinde sind der Standard für sogenannte Allgebrauchslampen, also insbesondere für normale Glühlampen in Birnenform. Sie sind aber auch sehr oft bei anderen Außenkolben wie dem Globe zu finden. Etwas seltener ist das E27-Gewinde bei Leuchtmitteln in Kerzen- und Tropfenform, denn hier kommt häufig die kleinere Variante E14 zum Einsatz (siehe unten). Spots und Strahler mit einem Gewinde der Bauform E27 findet man auch unter dem Namen PAR-Strahler, der Abkürzung für einen Parabolic Aluminium Reflector.

Leuchtmittel mit dem Sockel E27 werden direkt mit Netzspannung versorgt, in Deutschland also mit 230 Volt. Es ist also kein Transformator erforderlich, was den Austausch alter Glühlampen oder sogenannter Energiesparlampen gegen LED sehr einfach macht. Das neue Leuchtmittel wird ohne Werkzeug einfach in die E27-Fassung eingeschraubt – nicht anders, als würde man eine defekte Glühbirne oder einen Strahler austauschen.

LED-Lampen für E27-Fassungen gibt es in sehr unterschiedlichen Leistungsklassen. Sie ersetzen damit Glühlampen bis etwa 100 Watt, manche LED gehen sogar deutlich über die Helligkeit hinaus, die bei E27-Glühlampen möglich war. Bei Glühlampen mussten Sie wegen der großen Abwärme auf das Material der Fassung achten: Duroplast hält wegen der hohen Temperaturentwicklung nur bis 60 Watt. Bei größerer Leistungsaufnahme ist eine Keramikfassung erforderlich. Bei LED-Leuchtmitteln, die sehr viel effizienter arbeiten und deswegen nur wenig Abwärme produzieren, spiel das keine Rolle mehr. Sie können also auch sehr helle LED-Leuchtmittel in E27-Fassungen aus Kunststoff verwenden.

Schraubsockel E14

Schraubsockel E14

Vermutlich haben Sie es schon gewusst oder erraten: Der Sockel E14 ist der kleine und auch jüngere Bruder des Typs E27, denn er hat nur 14 mm Außendurchmesser. Die Fassung wird deshalb auch als Mignon bezeichnet.

Vor allem bei dekorativen Leuchtmitteln mit Außenkolben in Tropfen  Kerzenform hat sich der Sockel E14 durchgesetzt und das größere E27-Gewinde verdrängt. Glühbirnen mit einem Schraubgewinde E14 und kleinen Glaskolben finden ihren Platz vor allem in flachen Lampengehäusen oder in speziellen Ausführungen als Einbauleuchten in Vitrinen, Barschränken, Kühlgeräten, Backöfen oder als Arbeitsleuchten zum Beispiel an Nähmaschinen. Ohne Gehäuse machen sich die E14-Leuchtmittel in Kronleuchtern besonders gut.

Üblich für die E14-Fassung waren Glühlampen in der Leistungsklasse bis 40 Watt, sehr selten auch bis 60 Watt Leistung. Bei der Auswahl passender LED orientieren Sie sich aber nicht an der Leistungsaufnahme, sondern am Lichtstrom. 250 Lumen entsprechen zum Beispiel 25 Watt, 500 Lumen 40 Watt. Das sind die am meisten nachgefragten Helligkeiten für E14-Leuchtmittel.

Für den Austausch von Glühbirnen und Energiesparlampen gegen LED-Leuchtmittel mit E14-Gewinde gelten dieselben einfachen Spielregeln wie beim Typ E27: Der Umstieg ist ohne mechanische oder elektrische Anpassungen 1:1 möglich. Verwenden Sie E14-Leuchtmittel zusammen mit Dimmern, was bei dekorativen Beleuchtungsanwendungen recht häufig vorkommt, achten Sie auf kompatible LED-Lampen.

Schraubsockel E40

Schraubsockel E40

Neben den beiden kleinen Versionen des Edison-Schraubgewindes gibt es auch noch einen Typ von geradezu gigantischen Ausmaßen. Den Schraubsockel E40, also den großen Bruder des E27, mit 40 mm Gewinde-Durchmesser werden Sie im Haushalt wenn überhaupt dann nur für wenige Spezialanwendungen finden.

GES, Giant Edison Screw, wird der Sockel E40 im englischsprachigen Raum genannt. Er ist gedacht für Glühlampen mit Leistungen über 200 Watt an 230 Volt Netzspannung. In Straßenlaternen gibt es solche leistungsstarken Leuchtmittel als Halogen- oder Quecksilberdampfleuchten. Städte und Gemeinden sparen viel Geld, indem sie Ersatz für sogenannte HQL-Leuchtmittel durch effiziente und langlebige LED schaffen. Die sind durchaus auch in solchen Leistungsklassen erhältlich. Die E40-Fassung kommt ebenso in älteren Theater- und Filmscheinwerfern zum Einsatz. Aquarianer kennen vielleicht Aquarienbeleuchtungen durch Halogen-Metalldampflampen mit sehr hohen Farbtemperaturen zur Betonung der blauen und grünen Farben im Wasser. Solche Lampen sind auch für E40-Fassungen erhältlich.

Wer das ideale LED-Leuchtmittel für seine Anwendung gefunden hat, aber nur mit dem Standard-Schraubsockel E27, findet im Elektrofachhandel auch Adapter von E40 auf E27. Da LED kaum Wärme abstrahlen, sondern die elektrische Energie wie gewünscht in Licht umsetzen, braucht man bei E40-Fassungen für LED trotz hoher Leistung kein besonders hitzefestes Material.
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Stiftsockel für Halogenlampen

Die gängigen Typenbezeichnungen für die Stiftsockel beginnen mit den Buchstaben G oder GU. G steht dabei für Glas, denn das war das ursprünglich verwendete Material, aus dem die Kontaktstifte herausragen. Sockel mit einem zusätzlichen U haben in dem Glas Querrillen in U-Form. In der Lampenfassung ist eine Feder eingebaut, die von beiden Seiten einrastet und damit für sicheren Halt des Leuchtmittels sorgt. Der elektrische Kontakt wird über zwei Stifte hergestellt, deshalb werden die G-Sockel auch als Bipin bezeichnet. Die Zahl in der Sockelbezeichnung gibt den Stiftabstand in Millimetern an – im Zweifel kann man also einfach nachmessen.

Ihre Entstehung haben die Stiftsockel dem bereits erwähnten Patent von Edison auf das Schraubgewinde zu verdanken. Georg Westinghouse schuf die Bipins für die Weltausstellung in Chicago 1893 aus Sorge um anderenfalls fällige Lizenzgebühren.

Stiftsockel GU10

Stiftsockel GU10

Der Sockel GU10 ist zwar ein Stiftsockel, aber die Stifte werden nicht einfach nur in die passende Fassung hineingesteckt, sondern mit einer leichten Drehung per Bajonettverschluss gesichert. Der GU10 Stiftsockel ist deshalb auch als Bajonettsockel bekannt.

Die weiteste Verbreitung finden die GU10 Fassung in Hochvolt-Halogenanlagen, die direkt mit 230 Volt Netzspannung betrieben werden. Ein Vorschaltgerät (Transformator) ist nicht erforderlich. Das macht den Austausch klassischer Halogenbirnen gegen effiziente Leuchtmittel auf LED-Basis besonders einfach. Wie beim Auswechseln einer defekten Lampe können sie einfach umgesteckt werden, ohne elektrische Anpassungen und ohne Sorge, dass die GU10-Lampen Probleme mit einem Trafo bekommen würden. Die nötige Technik ist bereits in das Leuchtmittel selbst integriert.

Der Einsatz von LED in ursprünglich für GU10 Halogenlampen konzipierten Beleuchtungsanlagen lohnt übrigens gleich doppelt: Halogenlicht ist nämlich keineswegs sparsamer als Glühbirnen – sehr viel elektrische Energie geht als unerwünschte Abwärme verloren. Durch LED-Strahler, wie sie für die Wohnraumbeleuchtung anstelle der Halogenlampen eingesetzt werden, lassen sich bis zu 90 % Energie einsparen. Außerdem halten GU10 LED vielfach länger als Halogenbirnen. Mindestens 15.000 Betriebsstunden sind selbst bei günstigen Produkten Standard, während Halogenlampen nach durchschnittlich 1.000 Stunden defekt sind.

Wie die Sockelbezeichnung bereits sagt, haben die Kontaktstifte eines GU10-Leuchtmittelns einen Abstand von exakt 10 mm. Die Stifte sind am unteren Ende auf jeweils 5 mm Durchmesser verdickt. Sie passen damit in den Bajonettverschluss der Fassung mit der praktischen Drehverriegelung. Einmal hineingedreht, können sie nicht mehr einfach herausrutschen. Ein weiterer Vorteil ist die Kontaktsicherheit, weil die dicken Pins auch bei höheren Temperaturen kaum korrodieren.

Stiftsockel G9

Stiftsockel G9

Auch der Sockel G9 stammt ursprünglich aus der Welt der Hochvolt-Halogenlampen. Die Leuchtmittel werden also direkt mit 230 Volt Netzspannung versorgt. Sie erkennen den Typ G9 leicht daran, dass er keine klassischen Pins besitzt, sondern zwei U-förmig gebogene Drahtschlaufen. Der genormte Abstand wird am tiefsten Punkt des U gemessen, dort in der Mitte beträgt er genau 9 mm.

Wie bei den GU10-Leuchtmitteln ist der direkte Austausch gegen LED möglich, ohne dass Sie sich um einen möglicherweise nicht kompatiblen Transformator sorgen müssten. Und dieser Austausch lohnt sich. G9 Fassungen gibt es häufig in Designerlampen oder bei anderen dekorativen Anwendungen. Vergleichsweise wenig Licht scheint hier auch nur wenig Strom zu verbrauchen. Aber auch eine kleine Halogenbirne kommt auf rund 20 Watt, und da für eine umfassende Beleuchtungslösung viele Brennstellen nötig sind, summieren sich die Energiekosten. Ein G9 Leuchtmittel auf LED-Basis verbraucht bei gleicher Helligkeit statt 20 Watt nur noch rund 4 Watt und hält je nach Qualitätsstufe 15 bis 25 Mal länger als eine Halogenbirne. Gerade bei einer dauerhaft brennenden Hintergrundbeleuchtung macht sich der Umstieg auf LED bei G9 Hochvoltanlagen also sehr schnell bezahlt.

Die exakt festgelegten Maße des G9 Sockels stellen sicher, dass die neuen LED-Leuchtmittel in die vorhandenen Fassungen passen. Allerdings bringen die LED ein wenig Elektronik mit, die im Leuchtmittel selbst untergebracht werden muss. Wenn es in Ihrer Lampe sehr eng zugeht, werfen Sie zuvor einen Blick auf die Abmessungen der Lampe selbst, also nicht nur des Sockels. Greifen Sie im Zweifel zu einem etwas schlankeren Modell.

 

Stiftsockel GU5.3

Stiftsockel GU5.3

Auf den Punkt kommt es an – denn es gibt nicht nur den Sockel GU5.3, sondern auch den viel größeren Typ G53, auf den wir unten noch eingehen werden. Eigentlich kann man die beiden Versionen aber nicht verwechseln, denn der Sockel GU5.3 hat einen Pin-Abstand von nur 5,33 mm. Leuchtmittel mit diesem Sockel finden Verwendung in Niedervolt-Anlagen, die über einen vorgeschalteten Transformator mit 12 Volt versorgt werden. Auch der Durchmesser der Kontaktstifte ist genormt, er muss zwischen 1,47 und 1,65 mm betragen, damit die Stifte in der Fassung sicher halten. LED-Leuchtmittel mit GU5.3 Sockel halten diese Maße exakt ein und garantieren maximale Kompatibilität zu den vorhandenen Fassungen.

Niedervolt-Leuchtmittel mit dem Sockel GU5.3 werden am häufigsten mit ebenfalls genormten Reflektoren ausgeliefert, in diesem Fall der Reflektortyp MR16 oder MR11. MR bezeichnet einen multifaceted reflector, also einen Hohlspiegel, der das Licht mittels kleiner Facetten reflektiert. Beim MR16 ist die Zahlenangabe nicht in Millimetern gemacht, sondern in achtel Zoll. MR16-Reflektoren haben also einen Durchmesser von 16/8 Zoll, das sind ungefähr 51 mm. Der Glaskörper ist üblicherweise 38 mm lang. Kleinere Leuchtmittel mit Stiftsockel GU5.3 entsprechen der Norm MR11, haben also 11/8 Zoll oder 35 mm Durchmesser. Sie finden die beiden Reflektoren auch unter den an Millimetern orientierten Bezeichnungen MR51 bzw. MR35, das Maß ist aber dasselbe wie beim MR16 bzw. MR11.

Auch die Bauweise des Reflektors wird von modernen LED-Produkten eingehalten, damit beim Austausch nicht nur Fassung und Sockel zueinander passen, sondern insgesamt die Bauform gewahrt wird. Damit können Sie sicher sein, dass auch das Einbaumaß stimmt.

MR16 wird gelegentlich auch als Sockeltyp genannt, was zwar nicht richtig ist, in der Praxis aber zur Auswahl des richtigen Leuchtmittels führt, denn MR16 und GU5.3 gehören praktisch immer zusammen. Vorsicht ist dagegen beim MR11 geboten, denn diesen Reflektor gibt es sowohl mit dem Sockel GU5.3 als auch in Kombination mit dem kleineren GU4 (siehe unten). Am besten ist also, beim Kauf die Bezeichnung Sockel und Reflektor zu beachten.

Stiftsockel G53

 Stiftsockel G53                       Stiftsockel G53

Beim Stecksockel G53 liegen zwischen den beiden Kontakten 53 mm. Das sehr weite Maß zeigt schon, dass es sich hier um Strahler mit viel Licht für die Ausleuchtung großer Räume handeln muss. Viel Licht bedeutet auch hohen Stromverbrauch, und deshalb ist der Einsatz von LED als Ersatz für G53 Halogenstrahler besonders sinnvoll. Von OSRAM gibt es beispielsweise Produkte, die den Verbrauch eines 75-Watt-Strahlers auf wenig mehr als 10 Watt senken und sogar den Betrieb von Dimmern ermöglichen. Gerade bei gewerblichen Anwendungen punkten die G53 LED-SPOTS mit dem AR111 Reflektor zudem mit einer vielfach längeren Lebensdauer und entsprechend reduzierten Kosten des Austauschs. Bestehende Transformatoren aus der Niedervolt Anlage können in der Regel weiter genutzt werden.

Die am meisten verbreitete Kombination ist der Sockel G53 mit einem Reflektor des Typs AR111. Diese Bezeichnung, die irrtümlich auch als Sockeltyp verwendet wird, steht für einen Aluminium-Reflektor mit 111 mm Durchmesser. Durch die genormten Abmessungen sowohl beim Sockel als auch beim Reflektor ist sichergestellt, dass der Austausch von Halogenlampen gegen LED nicht nur elektrisch, sondern auch hinsichtlich der Einbaumaße völlig problemlos klappen wird. Achten Sie beim Kauf auf beide Angaben, dann sind Sie sicher, das richtige Leuchtmittel zu erwerben.

Stiftsockel GU4

Stiftsockel GU4

Leuchtmittel mit den Sockeln GU4 und G4 werden häufig verwechselt. Nicht nur die Bezeichnungen sind sehr ähnlich, auch die Abmessungen mit einem Stiftabstand von 4 mm sind auf den ersten Blick identisch. Die Fassungen GU4 und G4 sind beide in Niedervolt-Halogenlampen vertreten, sie repräsentieren die nächst kleinere Version des Typs GU5.3.

Die Kontakte des Sockels GU4 haben einen Durchmesser von 0,95 bis 1,05 mm. Wie oben bereits erläutert, steht das U für die Querrillen in U-Form. Eine Feder in der Lampenfassung rastet von beiden Seiten ein und sorgt so für zuverlässigen Halt und elektrischen Kontakt. Der Stiftabstand beim Sockel G4 ist zwar mit 4 mm derselbe wie beim Sockel GU4, aber die beiden unterscheiden sich anhand der hier fehlenden U-förmigen Nut am Leuchtmittel. Die Kontakte des G4 Sockels sind außerdem mit 0,65 bis 0,75 mm noch etwas dünner als beim GU4.

Sowohl der GU4 als auch der G4 Sockel werden meist mit Reflektoren des Typs MR11 mit einem Durchmesser von 11/8 Zoll (MR35 bei Angabe in Millimetern) kombiniert. Sie kommen überall dort zur Anwendung, wo der Platz knapp ist und die große Lösung mit GU5.3 und MR16 (MR51) nicht passt, also zum Beispiel in Design-Deckenleuchten oder bei Einbaulösungen – nicht nur in Möbeln, sondern beispielsweise auch in Dunstabzugshauben über dem Herd. Tischleuchten, Schreibtischlampen und Campingleuchten in Wohnwagen und Wohnmobilen sind ebenfalls mit Fassungen des Typs GU4 oder G4 ausgestattet. Achten Sie beim Kauf auf die passenden Abmessungen des Reflektors und auf eine möglichst gleichmäßige Lichtabgabe.

Stiftsockel G4

Stiftsockel G4

Leuchtmittel mit den Sockeln GU4 und G4 werden häufig verwechselt. Nicht nur die Bezeichnungen sind sehr ähnlich, auch die Abmessungen mit einem Stiftabstand von 4 mm sind auf den ersten Blick identisch. Die Fassungen GU4 und G4 sind beide in Niedervolt-Halogenlampen vertreten, sie repräsentieren die nächst kleinere Version des Typs G5.3.

Die Kontakte des Sockels GU4 haben einen Durchmesser von 0,95 bis 1,05 mm. Wie oben bereits erläutert, steht das U für die Querrillen in U-Form. Eine Feder in der Lampenfassung rastet von beiden Seiten ein und sorgt so für zuverlässigen Halt und elektrischen Kontakt. Der Stiftabstand beim Sockel G4 ist zwar mit 4 mm derselbe wie beim Sockel GU4, aber die beiden unterscheiden sich anhand der hier fehlenden U-förmigen Nut am Leuchtmittel. Die Kontakte des G4 Sockels sind außerdem mit 0,65 bis 0,75 mm noch etwas dünner als beim GU4.

Sowohl der GU4 als auch der G4 Sockel werden meist mit Reflektoren des Typs MR11 mit einem Durchmesser von 11/8 Zoll (MR35 bei Angabe in Millimetern) kombiniert. Sie kommen überall dort zur Anwendung, wo der Platz knapp ist und die große Lösung mit GU5.3 und MR16 (MR51) nicht passt, also zum Beispiel in Design-Deckenleuchten oder bei Einbaulösungen – nicht nur in Möbeln, sondern beispielsweise auch in Dunstabzugshauben über dem Herd. Tischleuchten, Schreibtischlampen und Campingleuchten in Wohnwagen und Wohnmobilen sind ebenfalls mit Fassungen des Typs GU4 oder G4 ausgestattet. Achten Sie beim Kauf auf die passenden Abmessungen des Reflektors und auf eine möglichst gleichmäßige Lichtabgabe.
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Sockel R7s für Halogenstäbe

Sockel R7s für Halogenstäbe

Halogenstäbe mit dem Sockel R7s kommen in sehr verschiedenen Anwendungsbereichen zum Einsatz. Im Wohnbereich sind es meist Deckenfluter, die gern auch mit Leselampen kombiniert werden. Aber auch Außenanwendungen wie Baustrahler, Eingangslampen oder Parkplatzbeleuchtungen profitieren von dem hellen Licht eines Halogenstabes.

Halogenstäbe und passende LED-Leuchtmittel gibt es in den Standardlängen 78 mm, 118 mm und 189 mm und davon abhängigen Leistungsstufen. Allen gemeinsam ist der normierte Sockel R7s, der ohne Transformator mit Netzspannung versorgt wird. Der Sockeltyp R7s erlaubt das Einstecken des Halogenstabes bzw. des modernen LED-Ersatzes in einen Reflektor, meist aus Aluminium. An beiden Seiten befinden sich Kontakte mit einer kräftigen Feder. Der Halogen- bzw. LED-Stab wird nach Abnehmen des Schutzglases zuerst an einem Ende in die zum Sockel R7s passende Fassung eingesetzt. Die Feder mit dem Stab wird dann so weit zurückgedrückt, dass er auch an der anderen Seite passt. Bei den Original-Halogenstäben war das nicht ganz einfach, denn einerseits soll man die Glaskolben nicht mit bloßen Händen anfassen, denn die Fettablagerungen verringern die Lebensdauer. Andererseits war aber auch ein gewisser Kraftaufwand nötig, was bei den zerbrechlichen Leuchtmitteln Verletzungsgefahr bedeutete. LED-Stäbe sind da weit weniger empfindlich.

Der Vorteil von LED-Stäben mit dem Sockel R7s liegt aber bei weitem nicht nur in der größeren Sicherheit beim Einbau. Je mehr Leistung im Spiel ist, desto größer ist auch die Ersparnis durch den Wechsel. Hinzu kommt, dass die maximale Leistung von Halogenstrahlern wegen der beschränkten Möglichkeiten einer Kühlung begrenzt war. LED wandeln elektrische Energie in Licht um und produzieren deutlich weniger Abwärme. Sie können deswegen Lichtströme abgeben, die bei Halogen-Leuchtmitteln nicht denkbar waren. Und während Halogenlicht immer von leicht gelblicher Farbe ist, können LED auch mit neutral- oder kaltweißer Farbtemperatur gebaut werden, was die Effizienz und die natürliche Farbwiedergabe deutlich verbessert.

Bajonettsockel B15d und B22d

Bajonettsockel B15d und B22d

Bajonettsockel der Typen B15d und B22d, nach ihrem Erfinder Joseph Wilson Swan auch Swan-Sockel genannt, sind für die Allgemeinbeleuchtung zumindest in Deutschland ein Nischenprodukt. Ihr charakteristisches Merkmal ist eine Drehverriegelung, die einen sicheren Halt auch bei Bewegungen und Vibrationen bietet. Ein Losschrauben durch mechanische Einflüsse, wie es bei Schraubgewinden vorkommt, ist hier nicht möglich. Swan-Fassungen sind deshalb hierzulande hauptsächlich bei Fahrzeugbeleuchtungen sowie an Maschinen zu finden, dort allerdings meist in Ausführungen, die zu den Niederspannungs-Bordnetzen im Auto passen. In Großbritannien und Irland, in den USA und teilweise auch in Frankreich sind dagegen Leuchtmittel mit den Sockeln B15d und B22d auch im Haushalt gebräuchlich.

In der Bezeichnung B15d bzw. B22d steht B für Bajonett, die Zahl gibt den Durchmesser der Sockelhülse in Millimetern an, und der Buchstabe d bedeutet double, weil die Sockel über zwei Fußkontakte verfügen. Letzteres ist im Alltag problematisch, sofern es auf die Polung ankommt, denn der Sockel passt auf zwei Arten – jeweils um eine halbe Umdrehung versetzt – in die Fassung. Es gibt einige Ansätze, das zu verhindern, zum Beispiel durch unterschiedlich große Sockelnippel. Diese Verfahren sind aber nicht genormt. Haben Sie Schwierigkeiten mit Leuchtmitteln in einem Bajonettsockel, versuchen Sie einfach, sie um 180° verdreht einzusetzen.

Anders als Autolampen werden Leuchtmittel mit Bajonettsockeln der Typen B15d und B22d mit voller Netzspannung betrieben. Beim Einsatz von LED-Leuchtmitteln ist deshalb kein Transformator erforderlich, und der Austausch geschieht 1:1 ohne Anpassungen der Elektroinstallation.

Röhrensockel G13

Röhrensockel G13

Auch für Leuchtstoffröhren, die sogenannten Neonröhren, gibt es klare Vorgaben für die Sockel und die zugehörigen Fassungen. Ähnlich wie die Stiftsockel für Halogenbeleuchtungen werden die Röhrensockel nach dem Abstand der Kontakte bezeichnet. Neben der wenig verbreiteten Größe G5 wird im Haushalt und für gewerbliche Anwendungen besonders der Sockel G13 mit einem Stiftabstand von 12,7 mm und einem Stiftdurchmesser von 2,35 mm verwendet.

Der Röhrensockel G13 kann mit unterschiedlichen Röhrendurchmessern, meist vom Typ T8 mit einem Durchmesser von 8/8 Zoll oder 25 mm, aber auch mit dem älteren Typ T12 mit einem Durchmesser von 12/8 Zoll oder 38 mm kombiniert sein. Länge und Lichtleistung der Röhren variieren, sind dabei aber unabhängig vom Sockel.

Der Austausch von Röhren gegen entsprechende LED ist relativ einfach – mit den Stiften des G13 Sockels wird eine geschlitzte Scheibe in der Fassung so weit gedreht, bis die Stifte die Öffnung finden. Alles, was Sie vorher wissen müssen, ist, ob Ihre Röhren bereits über ein elektronisches Vorschaltgerät (EVG) verfügen. Sie können das einfach feststellen, indem Sie das Licht per Digitalkamera oder Smartphone beobachten. Flackert das Licht oder zeigen sich im Kamera-Display dunkle Streifen, haben Sie noch ein konventionelles oder verlustarmes Vorschaltgerät (KVG oder VVG). Achten Sie dann bei der Auswahl der LED-Röhre auf unsere praktischen Sets mit Starter-Ersatz.

Entgegen landläufiger Meinung sind Leuchtstoffröhren keineswegs besonders sparsam. Abhängig vom verwendeten Vorschaltgerät verbrauchen sie zwar weniger als Glühbirnen oder Halogenlampen, aber mit dem Einsatz von LED-Röhren lässt sich der Verbrauch immer noch auf gut die Hälfte reduzieren. Weitere wesentliche Vorteile der LED liegen in der Schaltfestigkeit, der fehlenden Einschaltverzögerung und dem flimmerfreien Licht, das von den meisten Menschen als deutlich angenehmer empfunden wird als Neonlicht.

Hülsensockel S14d oder S14s für Linienlampen

Hülsensockel S14d oder S14s für Linienlampen

Linienlampen oder Stablampen mit dem Hülsensockel S14d oder S14s werden auch als LINESTRA-Röhren bezeichnet. Eigentlich ist das ein Markenname von OSRAM, aber er ist ebenso in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen wie das Tempo-Taschentuch.

Linienlampen sehen aus wie Leuchtstoffröhren, nutzen aber in Wahrheit Leuchtwendeltechnik wie die klassische Glühbirne. Wer glaubt, die Hülsensockel S14d und S14s seien längst aus unseren Haushalten verschwunden, der irrt. An unzähligen Bad- und Garderobenspiegeln, in Möbeln oder über Küchenarbeitsflächen tun Lampen mit dieser Technik ihren Dienst. Wegen des fehlenden Vorschaltgeräts sind sie günstiger als echte Leuchtstoffröhren und geben angenehmeres Licht, allerdings sind auch die Verbrauchswerte vergleichbar mit der ineffizienten Glühlampentechnik. Der Austausch gegen LED-Röhren (LEDINESTRA) ist also sinnvoll und zudem besonders einfach, denn die Linienlampen haben die gleichen elektrischen Eigenschaften wie Glühlampen und werden direkt mit 230 Volt Netzspannung betrieben.

Der Hülsensockel S14d ist ein zentraler Sockel in der Mitte der Lampe, der über zwei Kontaktstifte verfügt. Das d steht hier für double. Da die Lampe nur an einer Stelle festgesteckt wird, funktioniert das Prinzip zuverlässig nur für kurze Stablampen. Bei der Bauart S14s gibt es dagegen je einen Sockel an jedem Ende der Lampe, sie wird also ähnlich wie bei der Neonröhre von zwei Seiten gehalten. Diese Bauform, die besonders bei größeren Baulängen praktisch ist, braucht dann aber nur einen Kontakt je Sockel – daher das s für single.

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